Chökor Tibethaus Journal

Chökor Tibethaus Journal 72

Liebe Leserinnen und Leser,

Unser Chökor beginnt diesmal mit einem Artikel des Dalai Lama aus dem großartigen zweibändigen Werk „The Fundermental Views“ zur Bedeutung des Mitgefühls. Es folgen gleich drei Texte von Dagyab Rinpoche, die alle den Fokus auf die Kultivierung einer Alltagsethik legen, darauf, sich selber zu hinterfragen und seinen eigenen Blick zu weiten auf mehr Fürsorge für andere. Shenphen Rinpoche fasst anschließend kurz und bündig die Inhalte des neuen philosophischen Studienprogramms „Ornament der klaren Erkenntnisse“ zusammen. Es folgt ein tiefgründiges Gedicht aus der neuen Tibethaus Publikation „Mahamudra“ von Panchen Losang Chökyi Gyaltsen, das den Gesamtinhalt des Buches widerspiegelt: die Texte erscheinen einerseits verschlüsselt und rätselhaft, auf der anderen Seite wieder frei und schlicht. Beide Charakteristika durchdringen sich gegenseitig. Das macht dieses komplexe Buch, in dem sich auch viele Kommentare und Frage- und Antwortsequenzen finden, so besonders – und herausfordernd.

Berührend ist der Artikel von Dzongsar Khyentse Rinpoche „Das Leben ist eine Illusion“, der aus seinem Buch „Leben ist Sterben“ stammt. Ihm folgt eine kurze Biografie des wunderbaren Patrül Rinpoche von Matthieu Ricard mit dem passenden Titel „Der erleuchtete Vagabund“. 

Unsere Mitarbeiterin Isabella Würthner gewährt anschließend einen Einblick in die (allgemein etwas vernachlässigte) Frauenheilkunde des tibetischen Medizinsystems. Sie hat darüber ihre Promotion verfasst.

Jutta Mattausch führt uns in ihrem Text „Hinter den Himalaya-Hauptkamm“ nach Ladakh. 

Noch einmal wird im anschließenden Artikel das Thema Mitgefühl aufgegriffen: Corina Aguilar-Raab erklärt, wie (säkulare) Programme es ermöglichen, systematisch Mitgefühl zu kultivieren. 

Unsere MBSR-Lehrerin Heike Merkle beschreibt danach selbstkritisch, wie es ihr gelang „Den Autopiloten abzuschalten“. „Traumpraktiken im mittelalterlichen Tibet“ so lautet der Artikel der Wissenschaftlerin Serinity Young, die tief in die Analyse der tibetischen Ritualtexte eingetaucht ist und eine spannende interdisziplinäre Interpretation vorstellt.

Und last but not least werden wir im humorvollen und offenen Interview mit Sabine Leuschner zu den Anfängen der Zusammenarbeit mit Dagyab Rinpoche und dem Entstehungsprozess unserer Organisation zurückgeführt. Unser umfangreicher Service-Teil mit Programmankündigungen, Kontaktadressen etc. bildet wie immer den Abschluss. 

Ab Ausgabe 73 wird der Chökor als Jahresheft herausgegeben werden. Es wird im Spätherbst eines jeden Jahres erscheinen und möglichst einen etwas dickeren Umfang haben. Auch können unsere Mitglieder und Abonnenten wählen, ob sie das Journal in Zukunft als Printmedium oder digital erhalten wollen. Zusätzlich planen wir im Zuge unserer neuen Homepage, die im Sommer an den Start gehen wird, einen Tibethaus Blog einzurichten, in dem regelmäßig einzelne Artikel, Fotos, Kommentare, Videoclips und Geschichten für Euch zur Verfügung stehen werden. 

Unsere Mitglieder erhalten den Chökor wie bisher kostenlos. Da sowohl Druck- als auch Versandkosten stark gestiegen sind, möchten wir für das Abo der Jahresausgabe, die auf Recyclingmaterial umweltschonend gedruckt wird (gilt schon für die Ausgabe 72) zukünftig 12 Euro bzw. 16 Euro veranschlagen.   

Wir wünschen Euch wieder viel Inspiration und Freude beim Lesen! 

Eure Elke Hessel  

(Tibethaus Vorstand und Chefredaktion)

Haben Sie Interesse, die Zeitschrift zu abonnieren? Für weitere Fragen können Sie sich gerne an uns wenden: info(at)tibethaus(dot)com